Im Rahmen von Hartz IV wird nach § 9 SGB II auch das Einkommen und Vermögen von Personen berücksichtigt, die in einer sog. Bedarfsgemeinschaft mit dem Leistungsempfänger leben. Das hat zur Folge, dass derjenige, der mit einem neuen Partner und dessen Kindern zusammen lebt, faktisch unterhaltsverpflichtet sowohl für den neuen Partner als auch für dessen Kinder wird: Sein Einkommen wird im Rahmen der Prüfung, ob der Bedarf aus eigenen Mitteln gedeckt werden kann, mit heran gezogen.

Leben Personen länger als 1 Jahr zusammen und können jeweils über das Vermögen des anderen verfügen oder leben auch Kinder in diesem Haushalt, wird vermutet, dass es sich um eine Bedarfsgemeinschaft in diesem Sinne handelt.